Es kann immer einmal zu falschen oder fehlerhaften Daten in der Schufaauskunft kommen. Wir raten deswegen immer dazu, regelmäßig eine Selbstauskunft einzuholen. Generell werden Einträge an die Schufa automatisch durch deren Vertragspartner gemeldet. Das geschieht heute vollkommen elektronisch. Dabei handelt es sich jeden Tag um eine Vielzahl von Daten. Eine manuelle Prüfung durch die Schufa ist bei diesem Volumen unmöglich. Die meisten Fehler geschehen bei den Vertragspartnern, die oft in Eile neue Daten übertragen, wobei sich immer wieder einmal Fehler einschleichen.

Fehler sind vor allem deshalb so schlimm, da sich diese durchaus eklatant auf den eigene Score-Wert auswirken können. Somit also die Kreditwürdigkeit negativ beeinflussen können. Durch eine Selbstauskunft ist es möglich, alle Daten auf Richtigkeit zu prüfen. Fehlen Daten oder sind diese erkennbar falsch, sollte sofort gehandelt werden. Welche Schritte dabei am sinnvollsten sind, haben wir nachfolgend einmal aufgeführt.

Daten bei der Schufa korrigieren lassen

Generell ist die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung verpflichtet, unrichtige Daten zu löschen oder fehlerhafte nachzubessern. Maßgabe ist dafür der § 35 Abs.1 BDSG.

Am besten kann dafür eine schriftliche Kontaktaufnahme erfolgen:

Schufa Holding AG
Privatkunden Service
Postfach 10 34 41
DE 50474 Köln
Tel. 0611 – 927 80

Achten Sie dabei, das Sie genau schildern wo der Fehler liegt. Unterstützend dazu sollten weitere Unterlagen eingereicht werden, mit denen der Fehler belegt werden kann. Das kann entweder per Brief unter der o. Adresse oder auch über ein Kontaktformular (auf der Seite der Schufa online zu finden) erfolgen.

Vorab sollte aber nachfolgend beschriebener Weg durchgeführt werden.

Mitglied hat falsche Daten an die Schufa übermittelt

In der Regel ist der Schuldige bei den falschen Daten ein Mitglied der Schufa, das versehentlich falsche Angaben übermittelte. In diesem Fall sollte genau dieser Vertragspartner kontaktiert und das Ergebnis danach zusätzlich an die Schufa (siehe Absatz oben) übersandt werden. Die Unternehmen, also Mitglieder der Schufa, die falsche Daten senden, sind ebenso verpflichtet, diese in einem angemessenen Zeitraum entsprechend zu berichtigen. Damit dabei nicht zu viel Zeit vergeht, sollte der Vorgang nach dem Gespräch mit dem Vertragspartner auch direkt an die Schufa übersandt werden. Darin können Sie ebenfalls festhalten, mit wem das Gespräch erfolgte. In vielen Fällen führt das dazu, das die Schufa die Daten schneller abändert.

Sperren von Einträgen

Unter Umständen ist es auch bei fehlerhaften Einträgen möglich, diese temporär bis zur Klärung sperren zu lassen. Dritte können in dieser Zeit dann nicht auf die besagten Einträge zugreifen. Dabei muss der Fehler aber unstrittig sein und durch weitere Unterlagen belegt werden können.

Wenn nichts passiert

In der Regel handelt die Schufa umgehend, wenn es sich um einen unstrittigen Fehler handelt. Sollte es dennoch zu Verzögerungen kommen oder ein Vertragspartner weigert sich, eine Änderung zu übermitteln, ist es ratsam den Ombudsmann der Schufa direkt anzusprechen. Dieser hilft, nach Einsicht, gerne kostenlos weiter. Auch hier gilt, dass alle relevanten Daten vorgelegt werden sollten und der Fall verständlich zu schildern ist.

Sie können den Ombudsmann der Schufa wie folgt kontaktieren.

Ombudsmann der Schufa
Pf. 52 80
65042 Wiesbaden
Fax: 0611-927 881 14
info@schufa-ombudsmann.de

Auf der Seite des Ombudsmann der Schufa ist des Weiteren auch ein Onlineformular für solche Anfragen vorzufinden. Bitte beachten Sie, das der Vorgang unter Umständen ein wenig Zeit in Anspruch nehmen, kann da sich der Ombudsmann der Schufa auch erst einmal in den Vorgang einlesen muss.

Typische Fehler in der Schufa

Aus unserer langjährigen Erfahrung in diesem Bereich, wissen wir um die typischen Fehler, die immer wieder einmal vorkommen und schon praktisch menschlich sind, auch wenn es für den Betroffenen in den meisten Fällen nicht lustig ist.

Typische Fehlerquellen sind:

  • Erledigte Kredite (vollständig bezahlt) werden nicht gelöscht
  • Erledigte Forderungen werden als solche nicht gekennzeichnet
  • Verspätete Zahlungen werden in der Auskunft vermerkt
  • Die persönlichen Daten sind fehlerhaft oder unvollständig.

Wie lange werden meine Daten in der Schufa gespeichert?

Vermeintliche fehlerhafte Datenbestände sollten zuvor mit den jeweiligen Speicherfristen bei der Schufa abgeglichen werden. Bitte beachten Sie dabei, dass die meisten Fristen erst zum Beispiel mit der Bezahlung/Erledigung eines Kredits/Forderung beginnen.

In vielen Fällen liegt die Frist bei 3 Jahren. Maßgebend hierfür ist auch der § 35 Abs. 2 Satz 2 Nr. 4 BDSG. Die folgende Tabelle beinhaltet einige der wichtigsten Fristen.

Fristenübersicht Schufaspeicherung

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