Wer Festgeld als Anlage nutzt, profitiert von einem guten Zins für das eingelegte Geld, muss dafür den Betrag aber auch für eine bestimmte Laufzeit festanlegen. Der Sparer kann dabei meistens Laufzeiten von 3 Monaten bis zu 10 Jahren wählen. Sinn macht diese Anlage besonders dann, wenn Geld frei verfügbar ist und in dieser Zeit nicht benötigt wird. In solchen Fällen kann sich der Anleger nach Ablauf der vereinbarten Laufzeit auf einen guten Zusatzbetrag durch den Zins freuen.

Muster vorzeitige Kündigung Festgeld

Doch was passiert, wenn der Sparer früher als vereinbart an das Festgeld heran muss? Sei es durch eine finanzielle Notsituation oder durch eine ungeplante Neuanschaffung, die unbedingt finanziert werden muss.

So kommen Sie früher an das Festgeld heran

Generell ist das Festgeldkonto an eine feste Laufzeit gebunden. Es ist aber durchaus möglich, das Konto vor der vereinbarten Fälligkeit aufzulösen. Dabei sollte aber bedacht werden, dass es zu einem kleinen Verlust kommen kann. Praktisch ist es möglich vor Fälligkeit die Anlage auf dem Festgeld zu beenden. Die Banken kommen diesem Wunsch in nahezu allen Fällen nach, berechnen dabei aber eine entsprechende Bearbeitungsgebühr. Dadurch kompensieren diese den weggefallenen Gewinn. Auch die Zinsen können gestrichen werden.

Die vorzeitige Kündigung

Wird das Geld vor Ablauf der Frist benötigt, muss das der Bank schriftlich mitgeteilt werden. Kontoinfo empfiehlt hier die Kündigung per Einschreiben. Bitte gehen Sie dafür direkt zur Postfiliale, nutzen Sie keine Onlinemarken der Post (hier kommt es oft zu Problemen mit der Nachverfolgung!).

Die Bank wird dem Wunsch nachkommen, dabei aber Storno- und Strafgebühren berechnen. Diese können von Anbieter zu Anbieter sehr unterschiedlich sein. Hilfe kann dabei unser Festgeldvergleich bieten.

Die Straf- und Stornogebühren bei einer vorzeitigen Kündigung des Anlagekontos richten sich vielfach nach dem vereinbarten Zins. So kann es passieren, das bei einer Kündigung vor Fälligkeitstermin statt der zum Beispiel vereinbarten 2,5 % Zinsen nur noch ein minimaler Betrag oder gar kein Zins ausgezahlt wird. Bei bereits erfolgten Zinszahlungen auf das Festgeld, kann die Strafgebühr davon in Abrechnung gebracht werden. Es kann sogar zu einem Minusbetrag kommen. Eine vorzeitige Kündigung bei einem Anlagekonto sollte daher nur im absoluten Notfall erfolgen.

Kontoinfo Tipp zur Kündigung

Jede Bank hat bei Ihrer Handlung einen Spielraum. Wie hoch die Strafgebühren bei einer Kündigung sind, wurde meistens in den Vertragsanhängen zum Festgeld vereinbart. Generell kann es sich lohnen, das Gespräch mit der Bank zu suchen, besonders dann, wenn zum Beispiel nur ein Teil des Geldes benötigt wird. Hierbei sind unterschiedliche Prozesse denkbar.

Jede Bank hat einen Handlungsspielraum!

Die Kündigung bezieht sich nur auf einen Teil des Geldes, wodurch die Strafgebühren reduziert werden oder manchmal (aber nur selten der Fall) sogar ganz wegfallen oder es wird vereinbart, das der entnommene Betrag zu einem späteren Zeitpunkt wieder einbezahlt wird.

Für die Kündigung können Sie auch gerne unser Musteranschreiben nutzen.

Wir von Kontoinfo empfehlen daher, vor der schriftlichen Kündigung beim Festgeld, fernmündlich das Gespräch mit dem Bankberater zu suchen, um so vielleicht eine individuelle Lösung zu finden!

Festgeldkonto soll gepfändet werden

Da auch das hin und wieder vorkommen kann, möchten wir von Kontoinfo auf diesen Punkt einmal kurz eingehen. Generell sei zu vermerken, dass es für diese Anlage keinen Pfändungsschutz gibt. Ein Gläubiger mit einem rechtsgültigen Titel kann also auch das Festgeldkonto einfach pfänden lassen.

Der Vorgang ist teilweise ähnlich wie bei einer Kündigung vor dem Fälligkeitszeitpunkt. Die Bank wird der Pfändung nachkommen und den vom Gläubiger geltend gemachten Betrag auszahlen. Dabei wird dem Sparer eine Storno- und Strafgebühr berechnet. Sollte nun noch ein weiterer Betrag verbleiben, stellt sich allerdings die Frage über den weiteren Verlauf. Hier kann es zu unterschiedlichen Handlungen bei den Banken kommen. Sinnvoll ist es deshalb, dass der Sparer beim Eintreffen einer Pfändung für das Festgeldkonto mit der Bank Kontakt aufnimmt und bespricht, was mit dem Restbetrag passieren soll. Auch hier hat der Bankberater in der Regel einen Handlungsspielraum.

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