Lieber Aktien oder Fonds

In unserem Vorbericht haben wir kurz einmal erklärt, was Aktien und was Fonds sind. Heute wollen wir uns viel mehr der Frage widmen, welches die bessere Anlage ist. Sollte ein Anleger lieber in Fonds oder direkt in Aktien investieren. Die einzelnen Vor- und Nachteile haben

wir dafür einmal kurz aufgeführt. So kann jeder für sich prüfen, welche Anlageform die bessere ist.

Generell gelten Fonds und Aktien als eine Alternative zu Festgeld und Tagesgeld. Die Rendite ist wesentlich größer, macht sich aber meistens erst nach einer mittelfristigen Haltezeit bemerkbar. Experten sagen sogar, dass Aktien, die über 10 Jahre gehalten werden, immer eine große Rendite abwerfen.

Geld in Investmentfonds anlegen

Als besonders beliebt gelten Investmentfonds bei den Anlegern. Das Risiko wird hier breit gestreut. So darf vom gesamten Anlagevermögen nicht mehr als 5 Prozent in einen Einzelwert investiert werden. Dadurch wird das Verlustrisiko deutlich minimiert.

Zeitlich sind Investmentfonds besonders bei wenig erfahrenen Anlegern willkommen. Die Fonds werden meistens direkt über den Fondsmanager verwaltet. Der Anleger selbst muss also nicht regelmäßig die Entwicklung der Finanzwerte kontrollieren. Ein Basiswissen sollte beim Einstieg jedoch vorhanden sein.

Investmentfonds – Anlage bereits mit kleinen Summen

In Investmentfonds kann bereits mit kleinem Geld investiert werden. es gibt sogar monatliche Sparpläne für die unterschiedlichsten Fonds. Allerdings sollte der Anleger hier genau aufpassen. So kommt es bei einem Investmentfonds immer zu einem Ausgabeaufschlag und zu laufenden Managementgebühren. Wer einen zu kleinen Sparplan wählt, wird durch diese Kostenpunkte kaum Rendite erwirtschaften. So gab es in Deutschland einmal Fondssparpläne ab bereits 25 Euro monatlich. Sinn macht das natürlich nicht. Das meiste Geld geht dabei für die Kosten drauf. Der Anleger verliert praktisch mit jedem Monat Geld. Ein Fondssparplan lohnt sich erst ab mindestens 100 Euro monatlich aufwärts.

Wie sicher sind Investmentfonds

Hier stellt sich vor allem die Frage, was passiert, wenn eine Fondsgesellschaft pleitegeht. Das kommt in der Tat öfters einmal vor. Anleger können aber in diesem Punkt ganz beruhigt sein. Das eingezahlte Kapital der Anleger ist immer getrennt von dem Fondsvermögen aufzubewahren, so dass Gläubiger bei einem Konkurs keinen Zugriff darauf haben. Anleger können also bei einer Pleite der Fondsgesellschaft das Geld nicht verlieren. Doch welche Nachteile gibt es eigentlich bei Investmentfonds.

Investmentfonds und die Nachteile

Bei einem Fonds müssen immer Ausgabeaufschläge bezahlt werden. Hinzu kommen die Managementgebühren. Wer sich für einen Fondssparplan entscheidet, sollte nicht unter 100 Euro monatlich anlegen. Ansonsten wirken sich die Kosten negativ auf das Gesamtergebnis aus.

Nachteile bei Fonds

  • Ausgabeaufschläge
  • Managementgebühren
  • Geringe Rendite
  • Direkte Abhängigkeit

Ein Investmentfonds gilt generell als sichere Anlageform. Dafür gibt es aber heute nur noch kleine Renditen. Auch die in den letzten Jahren erhöhten gesetzlichen Vorgaben haben die Renditen schrumpfen lassen. Allemal besser als beim Festgeld sind sie aber auf jeden Fall, wenn Sie mittel- oder langfristig in einen Investmentfonds investieren.

Nachteilig kann sich aber auch die Abhängigkeit von dem Fondsmanager zeigen. Der Anleger ist davon abhängig, wie professionell der Fondsmanager seine Anlagen zeichnet. Insgesamt zeigt sich aber, dass Investmentfonds in der Regel schlechter als Aktien abschließen. Dafür ist der Fonds aber auch wesentlich sicherer.

Aktie oder doch lieber Investmentfonds?

Diese Frage muss jeder für sich persönlich beantworten. Beides sind keine Anlagen für kurzfristige Anlagehorizonte. Generell sollte bei beiden Anlageformen über einen Horizont von mindestens 3 – 6 Jahre oder auch länger gedacht werden. Investmentfonds sind recht einfach in der Anlage, da hier nur ein Basiswissen erforderlich ist. Aktien hingegen erfordern einen größeren Zeiteinsatz, um die Finanzwerte hin und wieder auf die Entwicklung zu kontrollieren.

Auch die finanziellen Möglichkeiten spiele natürlich eine Rolle. Aktien erfordern ein größeres Kapital. Bei Fonds lässt sich in der Regel schon ab 100 Euro im Monat starten.

PC: Rainer Sturm / pixelio.de

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